Assad setzt wieder Chemiewaffen gegen syrische Zivilisten ein

05. April 2017 | Nr. 2/2017

Am Dienstag, den 04. April hat das Assad-Regime erneut Chemiewaffen gegen syrische Zivilisten eingesetzt. In der nordsyrischen Stadt Khan Sheikhoun erstickten über 92 Personen, darunter viele Kinder. Über 400 Verletzte kämpfen noch um ihr Leben. Sie zeigen Symptome, die vom Nervengift Sarin ausgelöst werden.

Seit Kriegsbeginn im Jahr 2011 ist es inzwischen zu über 160 Angriffen mit chemischen Kampfstoffen in Syrien gekommen. Davon ereigneten sich 80% nachdem Assad angab, sein Chemiearsenal vernichtet zu haben.

Seit über 6 Jahren begeht das Assad-Regime ungestraft die schwersten Verbrechen gegen das syrische Volk. Russland und der Iran als Verbündete des Assad-Regimes tragen eine Mitschuld für diese Verbrechen. Assad zählt auf ihren Schutz, um ungestraft zu agieren.

Die Verantwortlichen des Assad-Regimes für diese Barbarei müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Konfliktlösung in Syrien kann nur durch eine moderate und inklusive Regierung herbeigeführt werden, die den Ursachen des Extremismus entgegenwirkt.